Sonderausstellung Nibelungenlied

Sonderausstellung Nibelungenlied

mit Werken des Künstlers
Genia Chef
Ausstellung in der Vorburg von Schloss Drachenburg 25.07. – 24.10.2021

Ab 25. Juli 2021 zeigt Schloss Drachenburg im neuen Ausstellungs- und Medienraum in der Vorburg eine exklusive Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers Genia Chef zum legendären Nibelungenlied. Der 1954 in Kasachstan geborene russische Künstler lebt bereits seit vielen Jahren in Berlin und stellt seine Werke international aus. Über 350 Illustrationen zum gesamten Nibelungentext hat Genia Chef geschaffen. Die Arbeiten sind auf Kartonstücken, die der Künstler meisterhaft mit Tee und Tusche vorbereitet hat, mit gefundenen Vogelfedern gezeichnet. Das schafft einen ganz besonderen Malduktus.

Der Ausstellungsort Schloss Drachenburg ist einer von insgesamt 12 Standorten entlang des Rheins und der Donau, an dem die Schau insgesamt drei Jahre lang zu sehen sein wird. Genia Chefs Galerist Marcus Diede hat dabei besondere Ausstellungsorte gefunden.

Nachdem die Ausstellung bereits im letzten Jahr in Vaduz in Liechtenstein eröffnet werden konnte, startete sie dieses Jahr in Xanten, dem Geburtsort des Helden Siegfried. Weiter geht es zu Schloss Drachenburg am Drachenfels, wo selbiger den Drachen erschlug, in seinem Blut badete und somit unverletzlich wurde. Im November dieses Jahres gastiert die Ausstellung im Schloss Sayn um dann weiterzuwandern zur Marksburg, der einzigen niemals zerstörten Höhenburg am Rhein. Anschließend ist die Kunstshow auf der Burg Pfalzgrafenstein zum Welterbekulturtag zu sehen um dann nach Worms ins Nibelungenmuseum zu ziehen, wo die Nibelungen einst zuhause waren.

Im zweiten Teil des großen Epos ziehen die burgundischen Ritter an der Donau entlang nach Budapest auf die Etzelburg, wo dann alle Ritter und Knappen sowie alle Hunnen und auch alle sonst Beteiligten ihr Leben lassen mussten. Erste Station an der Donau ist Schloss Harburg. Weiter geht es nach Passau wo das Nibelungenlied im 12 Jhdt. geschrieben wurde. In Pöchlarn in Österreich war zur damaligen Zeit der Sitz des Markgrafen Rüdiger von Bechelaren. Er war der wichtigste Markgraf des Hunnenkönigs und hat eine besonders prominente Rolle im Heldenlied. Dort wird die Ausstellung im Kokoschka-Zentrum zu sehen sein. Wichtig für das Epos ist auch die Stadt Wien, wo die Hochzeit von Kriemhild und König Etzel stattgefunden hat. Hier bespielt die Galerie Diede das Palais Palffy im ersten Bezirk. Die letzte Station Budapest beschließt auch die Nibelungensage. Kriemhild, auf Rache aus ob dem Mord an ihrem ersten Mann Siegfried, ließ die burgundischen Ritter an Etzels Hof kommen. Sie provozierte einen Streit, der im Kampf endete, bei dem alle Ritter getötet wurden.

Weitere Informationen zum Ablauf der Ausstellung und zum Künstler Genia Chef finden Sie auf der Homepage der Galerie unter www.galerie-diede.de

Dauerausstellung zur Schlossgeschichte

Dauerausstellung zur Schlossgeschichte

Mit der Übernahme von Schloss Drachenburg 1989 durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung endet vorerst eine sehr wechselvolle Schlossgeschichte. Anfänglich als Villa für einen Börsenmann erbaut, wurde die Drachenburg später für Touristen geöffnet. Die Anlage beherbergte ein Frauengenesungsheim und diente zudem als Wohnsitz reicher Fabrikanten. Mehrmals war das Schloss als Schule eingerichtet, stand aber auch lange Jahre leer und geriet in Verfall.

Die Gebäude und Räume erfuhren viele Umbauten je nach Nutzungsform und Geschmack der Besitzer. Die Restaurierungsarbeiten haben die frühere Pracht der Erbauungszeit wieder zum Vorschein gebracht. Heutzutage lädt das Schlossensemble die Besucher ein, die Wohnkultur des späten 19. Jahrhunderts zu erleben. In der Dauerausstellung zur Schlossgeschichte in der Ebene unterhalb der Schauräume können Sie auf eine Reise durch die bewegte Geschichte dieses Bauwerks gehen. Anhand von Bildern, Originalobjekten und kurzen Erläuterungstexten lernen Sie die einzelnen Besitzer und Nutzer kennen, die das Schloss vor der NRW-Stiftung prägten. Ein Geschichtsfilm, in einzelnen Kapiteln den verschiedenen Nutzungsphasen zugeordnet, vertieft die Informationen auf spannende Art und Weise.

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