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Schlossauktion
Februar 2003 · Fertigstellung der Kunsthalle und des Kneipzimmers · Workshop "Als Steinmetz am Drachenfels" · Kinder-Kunst-Ausstellung 7. - 10. Juni 2007 · Familien- und Frühlingsfest am 13. Mai 2007 |
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Art
Loss Register
Als aktueller Auftakt zur Innenrestaurierung wurde 2002 das "Art Loss Register", die weltweit größte private EDV-Datenbank für gestohlene oder vermisste Kunstwerke, mit der Suche nach den verschollenen Wandgemälden beauftragt. Die Schloss Drachenburg gGmbH ließ als eines der ersten Museen überhaupt die Bilder als Kriegsverluste bei der Kölner Dependance des Art Loss Register registrieren. Seit Oktober 2004 wird auch nach den verschollenen Glasgemälden gesucht. Viele Gemälde und Glasgemälde mit Motiven aus der Geschichte und Märchenwelt des Rheinlandes schmückten einstmals die großartige Ausstattung Schloss Drachenburgs. Die Datenbank des ALR umfasst mehr als 120.000 registrierte Objekte, zu der täglich neue hinzukommen. Der Hauptsitz des 1991 gegründeten ALR ist in London, Dependancen in New York, Köln und St. Petersburg ermöglichen eine Arbeit auf internationaler Basis. Seit 1998 erfasst das ALR zusätzlich in der sogenannten World War II-Datenbank kriegsbedingt verschwundene Objekte.
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Rheinreise 2002 "The Castled Crag... - Der Drachenfels als romantisches Reiseziel" 14. April bis 13. Oktober 2002 Eine Ausstellung zum "Jahr der Rheinromantik" im Rahmen des Projektes "Rheinreise 2002" von acht Museen zwischen Bingen und Köln Sagen und Legenden ranken sich um seine Geschichte, Maler, Musiker und Dichter ließen sich vielfältig inspirieren: "Castled crag" nannte Lord Byron den Drachenfels im Jahre 1816 in seiner berühmt gewordenen Dichtung "Childe Harold's Pilgrimage". Unzählige Besucher suchten und erlebten seither die Faszination dieses herausragenden Landschaftspunktes. Wie an kaum einem anderen Ort lassen sich hier die vielfältigen Facetten der Rheinromantik und ihre Auswirkungen bis in unsere Tage nachvollziehen. Die Ausstellung im Siebengebirgsmuseum und auf Schloss Drachenburg gibt Einblicke in die Geschichte dieses besonderen romantischen Reiseziels. In der Wagenhalle von Schloss Drachenburg steht das Reisen im 19. Jahrhundert nach Königswinter und auf den Drachenfels im Vordergrund. Eine Kutsche, Reisebestecke, Koffer und sogar eine Reisetoilette gehören zu den Exponaten, die von den Reisenden mitgeführt wurden.
Schloss-Auktion Die Auktion, die pünktlich um 14:00 Uhr begann, wurde vom Geschäftsführer der Schloss Drachenburg gGmbH, Stefan Rees, durchgeführt. Zahlreiche Zuschauer und fast 100 Bieter füllten den großen Empfangssaal und das Nibelungenzimmer, selbst im Treppenhaus verfolgten die Besucher teils mit Spannung, teils amüsiert das Geschehen. Nahezu jedes Stück fand einen Käufer. Große Wandspiegel und Gartenfiguren waren sehr begehrt, aber selbst Kuriositäten wie zwei "Bettgestelle mit Original-Spinnweben aus der Ära Paul Spinat" wechselten den Besitzer. Der Gesamterlös
von knapp 20.000 Euro kommt der Innenraumrestaurierung und der Remöblierung
des Schlosses zugute. Sonderführungen
zur aktuellen Ausstellung Pfingsten 2003:
Innenrestaurierung
des Kneipzimmers
Unter großem Interesse der Besucher restaurierten die Teams um die Restauratoren Hartmann sowie Nowack & Roger die Malerei und die Holzausstattung im historischen Gesellschaftssalon, dem Kneipzimmer. Im August 2003 startete die Innenrestaurierung von Schloss Drachenburg im Kneipzimmer, das sich im Nordturm befindet. Ziel der Restaurierung war die behutsame Rückführung und Teilrekonstruktion auf den Bestand der Bauzeit. Dies geschah auf der Basis von vorliegenden Befunden und Dokumenten unter Einbezug von baugeschichtlichen Veränderungen. Im Kneipzimmer
erfolgten folgende Arbeiten durch Dipl. Rest. B. Hartmann, Köln,
und Dipl. Rest. A. Hartmann, Bruchhausen: Zum Jahreswechsel wurde letzte Hand angelegt. Das Ergebnis - die kostbaren Malereien und die kunstfertigen Holz- und Steinarbeiten in ihrem neuen Glanz - können Sie ab Beginn der Besuchersaison 2004 persönlich anschauen. Freuen Sie sich auch auf die offizielle Eröffnung des Kneipzimmers für Besucher und Publikum im Juli 2004.
Restaurierung des Kneipzimmers nahezu vollendet Der Gesellschaftssalon zeigt seine prächtigen Wand- und Deckenmalereien, die repräsentative Holzvertäfelung und die dekorative Mosaikeinrahmung des Fußbodens in neuem Glanz. Seit der Saison 2004 kann jeder Besucher, nur durch eine Glasscheibe getrennt, die wiederhergestellte Farbenpracht der historischen Wandmalereien und die Eleganz der Innenausstattung dieses Salons erleben. Filigrane Schablonenmalerei, edle Täfelung und farbige Steinsorten im Boden lassen den Raumeindruck der Gründerzeit wieder erfahrbar werden. An Wochenenden und Feiertagen ab Frühsommer 2004 werden das prachtvolle Kneipzimmer und die lichtdurchflutete Kunsthalle des Schlosses zu bestimmten Terminen auch von Innen zu besichtigen sein. Weitere Informationen
Innenrestaurierung der Kunsthalle Das Restauratoren-Team Maul und Keller, Köln, restaurierte unter der Leitung des Dipl. Restaurators Gereon Lindlar in der großen "Glaskunst-Galerie" Farben und Ornamente an Wand und Decke. Zuerst
wurden die Flächen nach originalen, historischen Wanddekorationen
untersucht. Auf den Wänden wurden Blattfriese und Ornamentbänder
freigelegt, an den Säulen ließen sich alte Farbspuren
entdecken, an den Pfeilerbündeln fanden sich florale Ornamente.
Restaurierung des Südtraktes und Hauptturmes Der Startschuss für die Renovierung des Haupttraktes ist gefallen: nach sieben Monaten Aufbauphase ist seit April 2004 das größte freistehende Gerüst Deutschlands zu bewundern. Nach sieben Monaten Aufbauphase wurde die statische und konstruktive Meisterleistung vollendet: Silberne Streben, große Wetterdächer und weiße Plane ermöglichen einen Wind- und Wetterschutz des Gebäudes. Dem Team der Firma BSB gelang es am Südtrakt ein frei stehendes flexibles Gerüst zu bauen, das Stürmen standhalten muss. Den wertvollen roten Sandsteinen, grauen Trachytsteinen und hellen Tuffsteinen dieser Schlossmauern widmet sich die Firma Bamberger Natursteinwerke. Sorgfältig werden Geschosstreffer des 2. Weltkrieges, Verwitterungsschäden und Rissbildungen ausgebessert. Die kunstvoll behauenen Steine werden gesichert und gesäubert. Auch der Rohbau der Firma Bennert hat schon begonnen: ein Aufzug für einen behindertengerechten Zugang wird eingebaut und das Erdgeschoss für eine künftige Restaurantnutzung vorbereitet.
Historischer Jahrmarkt der Gründerzeit 21. und 22. August 2004 Im Park von Schloss Drachenburg luden Bodenmühlen, Karussels und Varietés zu einem Jahrmarkt anno 1884 ein. Am Abend des 21. August fand ein stimmungsvolles Open-Air-Konzert mit Klaus Lage und Anne Haigis statt. Die Besucher konnten sich ins 19. Jahrhundert zurückversetzen lassen zur "Grossen Volksbelustigung" und zu "Grossen Ueberaschungen". Zwischen dem romantischen Riesenrad von 1903 und der Schaubude "Land des Lächelns" wurden die originalen Vergnügungen von anno dazumal bewundert. Erwachsene und Kinder stiegen in die große Bodenmühle und die Überschlagsschaukel oder maßen ihre Kräfte am "Hau-den-Lukas". Für Große und Kleine öffnete ein Varieté seine Vorhänge. Alle Attraktionen und Geräte stammten aus der Kaiserzeit. Für ganz aktuelle Töne sorgte das Konzert am Abend des 21. August: Auf der Freilichtbühne vor dem Schloss spielten am Sommerabend Klaus Lage (1000 Mal berührt, 1000 Mal nichts passiert / Faust auf Faust) sowie Anne Haigis Rockmusik mit mitreißenden Rythmen und überzeugenden Texten. Die An- und Abfahrt war mit der Drachenfelsbahn möglich.
Kultur Tour + : rheinart 2000 & vier am Drachenfels Im Rahmen der Rheinart 2000 & vier fand am 24., 25. und 26. September ein Künstlertag am Drachenfels statt. Über den ganzen Berg, vom Siebengebirgsmuseum über die Drachenfelsbahn, Schloss Drachenburg, dem Museum zur Naturschutzgeschichte bis zur Bergspitze zog sich der rote Faden des Kunstpfades. Musik - LandArt-Projekte - Märchenerzählungen, Maler und Bildhauer luden ein, ein breites Spektrum künstlerischer Interaktion zu entdecken. Vor Ort zeigten die Künstler der Gemeinschaft Königswinterer Künstler, GKK, Beispiele ihrer vielfältigen künstlerischen Arbeit. Auf dem Kunstpfad konnten surreale Eindrücke durch Skulpturen aus Stahlwolle gewonnen werden, Öl- und Aquarellmalerei in einer Sonderausstellung im Forum des Museums zur Naturschutzgeschichte bestaunt und kreative Liedermacher, Formgeber und Bumerangwerfer ließen sich über die Schulter schauen. Die Kultur Tour + begeisterte an den drei Tagen viele Kunstliebhaber. Die Veranstaltung war ein Beitrag der GKK zur rheinart 2000 & vier, eine Ausstellungsreihe, die in der Region an wechselnden Stationen anregende und vielfältige Kunstaktionen durchführt. Informationen bei der GKK, Herr Ralph Georg Claus, Tel. 0 22 23 - 26 651.
Als
Steinmetz am Drachenfels Die beliebte Ferienaktion "Als Steinmetz am Drachenfels", Kooperation von Schloss Drachenburg und Siebengebirgsmuseum, lockt seit 2003 zahlreiche kreative und unternehmungslustige Kinder an, die Welt der Steine zu entdecken. Nach einer aufregenden Fahrt mit der Zahnradbahn erkunden die kleinen Forscher Drachenfels und Steinbruch. Wo, warum und wie brachen schon die Römer Trachyt aus dem Drachenfels? Mittels Fragebögen und spannenden Aufgaben wenden die Kinder ihr neu erworbenes Wissen sogleich an. Auf Schloss Drachenburg lernen die Kleinen verschiedene Gesteinsarten und Werkzeuge kennen. Zudem können sie hier die vielfältige Verwendung, Verarbeitung und "Verwandlung" der Steine bewundern. Auf spielerische Weise erlernten die Kinder so den Gang von der Entstehung der Steine bis hin zu ihrer Verarbeitung. Nach viel Theorie, einem verdienten Picknick und entspanntem Abstieg schwingen die kleinen Steinmetze schließlich selber Holzknüpfl und Meißel. Mit viel Geschick fertigen sie im Siebengebirgsmuseum aus Ytongsteinen ihre eigenen Kunstwerke. Das Ergebnis, Häuschen oder Relief, darf jeder stolze kleine Steinmetz mit nach Hause tragen.
Kunstwerk
des Monats Mai 2006 Die Ölskizze Friedrich von Kellers zählt zweifellos zu den wertvollsten erhaltenen Zeugnissen aus der Anfangszeit von Schloss Drachenburg, denn es handelt sich um den Entwurf für ein Historiengemälde im Haupttreppenhaus. Zusätzlich zum Gemälde wird eine Bleistiftskizze Kellers: "Hand- und Gewandstudien" präsentiert, welche eine Vorstudie zur Ölskizze darstellt (Leihgabe des Städtischen Museums Ludwigsburg).
Kunstwerk
des Monats Juni 2006 Schloss Drachenburg hat eine wechselvolle Geschichte, - so auch die Uhr des Hauptturmes. Ihre Anbringung fällt mit der Entstehungszeit des Schlosses (1882-1884) zusammen. Nach Jahren steten Zeitmessens wurde sie während des Zweiten Weltkriegs stark in Mitleidenschaft gezogen und durch Granateneinschläge beschädigt. Erst in den 1970er Jahren "restaurierte" der exzentrische Schlossbesitzer Paul Spinat die Uhr, - allerdings nach eigenen "ästhetischen", mitunter "phantastischen" Vorstellungen: Sie erfuhr einen Überzug aus Gold und Bronze, welcher ihr eigentliches Erscheinungsbild verbarg. Bei der neuzeitlichen Restaurierung der Turmuhr (2004-2006) orientierten sich die Restauratoren am Originalzustand. Sämtliche willkürlichen "Ergänzungen" wurden entfernt, gleichzeitig erstrebte man den größtmöglichen Erhalt des ursprünglichen Materials. Die frisch restaurierte Turmuhr, das Kunstwerk des Monats Juni, ist schon aus der Ferne zu bewundern. In der auf Fernsicht konzipierten Westfassade des Schlosses spielt sie eine wesentliche Rolle. Dominant akzentuiert sie an prominenter Stelle die Mauerfläche des alles überragenden, fast 50 Meter hohen Hauptturms und bündelt kreisrund die Aufmerksamkeit der Betrachter. Auch der Glockenschlag ist nun wieder von Weitem zu hören. Zusätzlich zu diesen beiden Highlights wird die Restaurierung der Turmuhr reich dokumentiert. Ferner werden Uhrenfragmente aus den 1880er sowie aus den 1970er Jahren gezeigt.
Kunstwerk
des Monats Juli
2006 Auch im Juli 2006 präsentiert Schloss Drachenburg wieder ein "Kunstwerk des Monats". Diesmal wird ein Porzellangemälde vorgestellt, welches schon im 19. Jahrhundert zur Innenausstattung von Schloss Drachenburg gehörte. Es handelt sich um eine auf Porzellan gemalte Kopie des Rubens-Gemäldes "Raub der Töchter des Leukippos". Der Künstler Carl Meinelt schuf das Bild im 2. Drittel des 19. Jahrhunderts. Die Porzellanplatte trägt auf der Rückseite das Firmenzeichen "KPM", - der Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin. Schon eine Schlossbroschüre aus dem Jahr 1904 berichtet von der Existenz des Gemäldes im privaten Schlafzimmer des Bau- und Schlossherrn Baron von Sarter. Nach dessen Tod ging es in den Besitz des zweiten Schlossherrn Biesenbach über und wurde später weiter verkauft. Im Jahr 2002 gelang der Schloss Drachenburg gGmbH schließlich der Rückkauf des Bildes aus Privatbesitz.
Kunstwerk
des Monats August 2006 Im Jahr 2003 tauchte am Drachenfels überraschend ein fast vollständig erhaltenes Medaillonfenster mit Uhlandporträt auf, welches - auf Grund seiner Ausformung, farbigen Gestaltung und Beschriftung - der ursprünglichen Glasmalerei der Kunsthalle von Schloss Drachenburg zugeordnet werden konnte. Seit dem 2. Weltkrieg galt diese hochwertige Glaskunst, bestehend aus 47 Lanzettfenstern mit insgesamt 45 Porträtmedaillons, 6 ganzfigurigen Porträts und Dekor, als zerstört bzw. komplett verschollen. Den Gesamtentwurf für die Glasmalereien der Kunsthalle lieferte einst Wilhelm Hoffmann. Die Anfertigung der kostbaren Fenster oblag der Königlich Bayerischen Hofglasmalerei F. X. Zettler in München, welche 1930 von der Mayer'schen Hofkunstanstalt übernommen wurde. Mit dem "heimgekehrten" Uhlandfenster war die Idee und Möglichkeit der Rekonstruktion eines ganzen Lanzettfensters geboren. Auch die "Mayer'sche Hofkunstanstalt - Glasgestaltung und Mosaik" in München war durch die Schloss Drachenburg gGmbH für die Umsetzung des Projektes zu begeistern. Aufwändige Recherchen brachten die für die Herstellung des Buntfensters benötigten Informationen. Damit waren sämtliche Voraussetzungen für eine vollständige Rekonstruktion gegeben, welche dank des Vereins der Freunde und Förderer von Schloss Drachenburg und vor allem dank der Mayer'schen Hofkunstanstalt München wirklich realisiert werden konnte.
Kunstwerk
des Monats September 2006 Die ursprüngliche, qualitätvolle Innenausstattung von Schloss Drachenburg, welche derzeit behutsam restauriert wird, liefert ein einzigartiges Bild großbürgerlicher Wohnkultur der so genannten Gründerzeit. In der Gründerzeit erlangten die Gesellschaftsräume durch eine wahre Farben- und Formenfülle sowie das Arrangieren vieler Einrichtungs- und Dekorationsstücke ein geradezu malerisches Element. Für den überreichen Dekorationsgeschmack waren die Ateliers berühmter Künstler beispielgebend. Allen voran avancierte das Atelier des Wiener Malers Hans Makart zum oft zitierten Vorbild. Das Abrücken der Möbel von der Wandfläche und die damit einhergehende Eroberung des Raumes durch ein Wirrwarr von Möbeln und Einrichtungsgegenständen in labyrinthartiger Anordnung ist charakteristisch für diesen besagten Atelierstil. Ein weiteres bedeutendes Element dieses Stils stellt das auf einer Staffelei platzierte Gemälde dar. Nicht zu vergessen ein Schal, der dekorativ Staffelei und Bild umschlingt. Drapierungen dieser Art gehörten zum typischen Repertoire historistischer Innendekoration. Weitere beliebte Stücke der Salondekoration waren die hinter einem Rahmen oder Spiegel gesteckten Fächer und Pfauenfedern. Die räumliche Komposition impliziert dabei nicht selten den Eindruck eines dreidimensionalen Stilllebens. Ein wunderbares
Beispiel von solch üppiger Salondekoration der Gründerzeit
ist im September im bereits fertigrestaurierten Kneipzimmer von
Schloss Drachenburg zu bewundern. Das "Kunstwerk" besteht
aus der obligatorischen Staffelei, einer Ölskizze "Die
Jagd des Ritters vom Drachenfels" (Leihgabe des Siebengebirgsmuseums
Königswinter), einem um 1880 entstandenen Armlehnstuhl, Pfauenfedern,
Stoffdraperien sowie einem Eisbärenfell (Leihgabe des Museum
Auberlehaus Trossingen).
Kunstwerk
des Monats April 2007 Auch in der Saison 2007 präsentiert Schloss Drachenburg wieder das "Kunstwerk des Monats". Dieses ist jeweils ab dem ersten Samstag des Monats (an Wochenenden und Feiertagen) für die Öffentlichkeit zugänglich. Im April wird eine "Apollo-Büste" aus Marmor (2. Hälfte 19. Jh.) vorgestellt. Die Büste zählt zu den wenigen erhaltenen, originalen Ausstattungsstücken von Schloss Drachenburg. Baron Stephan von Sarter ließ sie Ende des 19. Jahrhunderts nachweislich im Empfangssaal des Schlosses, zentral vor der Fensterfront auf der Westseite des Raumes, platzieren.
Kunstwerk
des Monats Mai 2007 Während die Architektur der Gründerzeit häufig bewahrt blieb, sind viele Wohnaccessoires nur selten oder fragmentarisch im Original erhalten. Auch auf Schloss Drachenburg haben sich die ursprünglichen, gründerzeitlichen Stoffdekorationen nicht erhalten. So war es zunächst nötig, um im Zuge der Renovierung und Restaurierung ein vollständiges Bild von der ursprünglichen Ausstattung der Räume und deren Atmosphäre zu gewinnen, möglichst alle zur Verfügung stehenden Text- und Bildquellen heranzuziehen. Das Ergebnis überzeugt und vollendet die gründerzeitliche Raumatmosphäre! Die den Originalen hervorragend nachempfundenen Fensterdekorationen und Türbehänge in Bibliothek und Billardzimmer wurden, genauso wie die Polstermöbel des Billardzimmers, von der NRW-Stiftung finanziert und von der Firma Wand & Raum, Bonn gefertigt. Zum Kunstwerk des Monats informiert ein ausführliches Faltblatt über die Dekorationswut der Gründerzeit, zudem werden gründerzeitliche Vorhangdekore separat präsentiert und erläutert.
Kunstwerk
des Monats Juni 2007 Im Monat Juni zeigt Schloss Drachenburg eine reiche Palette dieser vielfältigen, gründerzeitlichen Damen-, Herren- und Kindermode. Vom Tageskleid, Reisekleid, Ballkleid oder Trauerkleid bis hin zur Unterwäsche bieten sich interessante Einblicke in den Kleidungskult des 19. Jahrhunderts. Die abwechslungsreichen Kleidungsstücke wurden von StudentInnen der AMD Akademie Mode & Design GmbH Düsseldorf entworfen und können an Wochenenden und Feiertagen in den frisch restaurierten Räumlichkeiten des Schlosses bewundert werden. Zum Kunstwerk des Monats informiert ein ausführliches Faltblatt über die Kostüme der Gründerzeit. Zum Abschluss
des Kunstwerk des Monats werden am 1. Juli 2007 um 15 Uhr die
Kostüme von den jungen DesignerInnen innerhalb einer Modenschau
in der Kunsthalle von Schloss Drachenburg präsentiert.
Kunstwerk
des Monats Juli 2007 Im Monat Juli präsentiert Schloss Drachenburg ein weiteres Depot-Schätzchen, ein so genanntes Tête-à-Tête aus gedrechseltem und geschnitzten Eichenholz. Dieses Sitzmöbel bietet nur zwei Personen Platz. Es ist wie ein gespiegeltes "S" geformt, wobei die Lehne entlang dieser Grundform verläuft und die in der Regel gepolsterten Sitzflächen in den inneren Rundungen des "S" liegen, wodurch die Benutzer einander schräg gegenübersitzen. Das Tête-à-Tête
hat sich innerhalb der lockeren Salonkonversation aus der Popularität
einer Gesprächsposition, nämlich zweier in spiegelverkehrter
Sitzrichtung nebeneinander stehender Sessel, entwickelt. Das Kunstwerk des Monats Juli kann an Wochenenden von 11 bis 18 Uhr in der Kunsthalle von Schloss Drachenburg besichtigt werden.
Kunstwerk
des Monats August 2007 Im August präsentiert Schloss Drachenburg abermals ein Depotschätzchen als Kunstwerk des Monats. Das Werbeplakat aus dem Jahr 1904 konnte von der Schloss Drachenburg gGmbH im Jahr 2002 erworben werden. Es zeigt das Schloss in all seinen Facetten: Außenansichten, Innenräume und Details der Schlossausstattung. Das Plakat
bewarb einst die "Sommerfrische" Schloss Drachenburg,
zu der das Schloss nach dem Tode des Hausherren und Junggesellen
Stephan von Sarter ausgebaut worden war. Das Kunstwerk
des Monats August ist an den Wochenenden von 11 - 18 Uhr im frisch
restaurierten Bibliothekszimmer von Schloss Drachenburg zu besichtigen.
Kunstwerk
des Monats September 2007 Als Kunstwerk
des Monats September präsentiert Schloss Drachenburg zwei
Schreibtisch-Armlehnstühle aus Königswinterer Privatbesitz.
Im Jahr 1994 gelang der NRW-Stiftung der Erwerb einer kompletten historistischen Speisezimmereinrichtung der Firma Pallenberg für Schloss Drachenburg, zu der auch der Schrank mit Messinglavabo, bestehend aus Delphin (Wasserbehälter) und Muschel (Becken), gehört. Das hochwertige Möbelstück ist aus heller, massiver Eiche mit Schnitzereien gefertigt. Im ausgehenden 19. Jahrhundert gehörte ein Lavabo schlichtweg zu einer "Modernen Eßszimmer-Einrichtung", denn das Hygienebewusstsein wuchs in dieser Zeit beständig. - So blieb im bürgerlichen Esszimmer die Aufstellung dieses Waschtisches für die Reinigung der Hände vor und nach dem Essen nicht aus.
Kunstwerk
des Monats April 2008 Ein besonders kunstvoll ausgeführtes Exemplar war im April 2008 als Kunstwerk des Monats auf Schloss Drachenburg zu besichtigen. Pfeifenkopf und Holm sind aus Meerschaum gefertigt. Der Pfeifenkopf zeigt den filigran herausgearbeiteten Kopf eines Bacchus, der Holm ist profiliert und trägt florale Schnitzereien. Das schlichte Mundstück ist leicht gebogen. Die Meerschaumpfeife hat eine Gesamtlänge von ca. 21,5 cm, die Pfeifenkopfhöhe beträgt ca. 6 cm. Die elfenbeinfarbene, fast ins bräunliche gehende Verfärbung des Pfeifenkopfes zeigt, dass mit dieser Pfeife wirklich geraucht wurde. Denn der eigentlich weiße Meerschaum beginnt bereits nach wenigen Rauchstunden nachzudunkeln, wobei die Verfärbung des Meerschaums bei jeder Meerschaumpfeife unterschiedlich und nicht vorhersagbar ist. Neben der Meerschaumpfeife war auch das zugehörige Original-Lederetui zu besichtigen, welches innen mit braunem Samt ausgestattet ist. Informationen über die Tabakkultur im 19. Jahrhundert ergänzten die April-Präsentation. Kunstwerk
des Monats Mai 2008 Kunstwerk
des Monats Juni 2008 Kunstwerk
des Monats Juli 2008 Anlässlich
des aktuellen Ausstellungsprojektes Die Nibelungen. Mythos,
Kitsch, Kult des Siebengebirgsmuseums in Königswinter
(ab 25. Juli 2008) präsentierte die Schloss Drachenburg gGmbH
als Kunstwerk des Monats Juli Lithografien des Nibelungen-Gemäldezyklus
von Frank Kirchbach auf Schloss Drachenburg aus dem Jahr 1905
sowie anlässlich der jüngsten Restaurierung 2006/2007
entnommene Ergänzungen der Leinwandgemälde (Marouflagen)
des Nibelungenzimmers, die in den 1970er Jahren angefertigt worden
waren.
Kinder-Kunst-Ausstellung Damals versteckte sich die Fassade noch hinter dem eingehausten Gerüst, doch nun sind die Hüllen gefallen und der Blick auf die jüngst restaurierte Südseite mit ihren drei Baldachinfiguren Cäsar, Karl der Große und Wilhelm I. ist wieder frei! - Die richtige Zeit also, die Ergebnisse der Osterferien-Malaktion zu präsentieren. Alle komplett ausgefüllten Teilnahmeblätter wurden von 7. bis 10. Juni 2007 in der Wagenhalle von Schloss Drachenburg gezeigt. Zugleich hatte jeder Schlossbesucher in diesem Zeitraum die Möglichkeit, seinem Favoriten eine Stimme zu geben. Die kleine Gewinnerin aus München, die die meisten Wahlstimmen erhalten hat, darf sich in den Herbstferien auf eine kostenlose Teilnahme am beliebten Workshop "Als Steinmetz am Drachenfels" freuen, - der gemeinsamen Kinderaktion von Siebengebirgsmuseum Königswinter und Schloss Drachenburg.
Mit der Patenschaft leistet Artus Mineralquellen einen wichtigen Beitrag dazu, die Drachenburg in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Seit 1995 restauriert die NRW-Stiftung in enger Kooperation mit der Stadt Königswinter behutsam das aus Vor- und Hauptburg bestehende Schloss-Ensemble. Über
3300 Besucher genossen bei freiem Eintritt das vielseitige, bunte
Programm für die ganze Familie, welches spannende
Informationen rund um die Drachenburg, das Siebengebirge und die
NRW-Stiftung bot. Wer wollte, ließ sich zu einem Rundgang
durch die restaurierten Bereiche des Schlosses verführen.
Die kleinen Gäste konnten sich in der Zwischenzeit beim Figurentheater
oder im bunten Programm des Kinderzirkus vergnügen.
VRS-Drachenfest
am 24. Juni 2007 Für die über 5200 Gäste bot sich von 10 - 18 Uhr ein buntes Programm für Jung und Alt: vom Drachenbasteln, über Perlenketten-Fädeln, Schminken und Stylen, bis hin zum Klettern und Torwandschießen. Das Drachenfest lohnte sich für die ganze Familie! Das Drachenfest war nur ein Teil der Jubiläumsaktionen des VRS, Informationen zu weiteren Veranstaltungen finden Sie hier.
Modenschau
am 1. Juli 2007 Zum Abschluss des Kunstwerk des Monats Juli "Kostüme der Gründerzeit" präsentierte Schloss Drachenburg am 1. Juli 2007 die zuvor ausgestellten Kleidungsstücke und Wäscheteile innerhalb einer Modenschau. Die jungen Designerinnen selbst, allesamt Studentinnen der Akademie Mode & Design Düsseldorf, führten ihre aufwändigen Kostüme vor und boten damit einen Einblick in den Kleidungskult des 19. Jahrhunderts. Vom Trauerkleid bis hin zur Unterwäsche reichte das Angebot. Das Publikum war begeistert! Auf den Archivseiten finden Sie auch Informationen zum "Kunstwerk des Monats Juli" Kostüme der Gründerzeit.
"Gesungene
Geschichten" Die lange Zeit des Wartens ist vorbei! Häufig ereilte uns die wehmütige Nachfrage nach Konzerten auf Schloss Drachenburg. Ausgesprochen wurde dieser Wunsch von Besuchern, die hier einst legendären klassischen Darbietungen lauschten. Nun endlich war es wieder soweit: Schloss Drachenburg lud zu einem "rheinromantischen Abend" in der Kunsthalle. Der Bassbariton Ulrich Schütte und der Pianist Caspar Frantz boten "Gesungene Geschichten", u.a. von Schubert: Prometheus (Goethe), Beethoven: Der Floh (Goethe), Loewe: Der Drachenfels (Lutze), Schumann: Belsazar (Heine) und Hugo Wolf.
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